TL;DR
Ein Grossbrand im OVH-Rechenzentrum SBG2 in Strassburg zerstorte 2021 rund 15.000 Server und legte zahlreiche Webseiten lahm, darunter die der franzosischen Regierung. Fehlende Sprinkleranlagen verschlimmerten den Schaden erheblich. Kunden ohne Backup verloren samtliche Daten unwiderruflich. Die Lehre: Backups sollten bei mehreren Anbietern oder zusatzlich offline gespeichert werden, da selbst ein Backup beim gleichen Anbieter nicht vor flachendeckenden Schadensereignissen schutzt.
Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 50).
Inhaltsverzeichnis (3 Abschnitte)
Der Großbrand bei dem französischen Cloud-Anbieter OVH ist nun seit einer Woche vergangen und die ersten Folgeschäden können verzeichnet werden. Besonders hohe Schäden wurden bei den Unternehmen gemeldet, die keinerlei Backup oder Recovery-System haben, sodass diese sämtliche Daten für immer beim OVH Brand verloren haben.
OVH Brand - Erste Schadensbilanz nach dem Großbrand
Die rund 1,5 Millionen Kunden des Cloud-Anbieters OVH durchlitten in den vergangenen Tagen eine wahre Zitterpartie. Bei einem Großbrand in einem der vier Rechenzentren wurden mehrere Tausend Server komplett zerstört.
Die Zahlen zum Brand:
- Die vier Rechenzentren beherbergten zusammen etwa 100.000 Server.
- Im komplett zerstörten Gebäude SBG2 lagen davon „nur" etwa 12.000.
- Das Feuer griff auf das benachbarte Gebäude über und richtete auch dort Schaden an.
- Nach eigenen Angaben von OVH wurden etwa 15.000 Server vernichtet.
Auf den ersten Blick klingt das nicht enorm hoch, doch die Zahl bildet den tatsächlichen Schaden kaum ab. Die vernichteten Server waren französischen Medien zufolge das europäische Rückgrat des Angebots OVH Hosted Private Cloud. Viele Unternehmen konnten ihre Dienste deshalb nicht mehr anbieten, der resultierende Schaden ist gar nicht abzuschätzen.
Eine bekannte Seite, die mehrere Tage nicht erreichbar war, ist data.gouv.fr der französischen Regierung. Dort finden sich auch die wichtigsten staatlichen Informationen zur Corona-Pandemie, den Maßnahmen und Impfungen.
Großbrand durch schlechtes Gebäudemanagment
Die Brandursache steht zum aktuellen Zeitpunkt nicht genau fest, einige Medien berichten, dass die Forscher laut OVH eine USV-Anlage untersuchen, bei der am Tag zuvor bei Wartungsarbeiten einige Teile ausgetauscht worden waren. Dennoch hätte der OVH Brand durch ein besseres Gebäudemanagment eingedämmt werden können. Es seien keine Sprinkler- oder Löschanlagen verbaut worden, die im Notfall den Brand hätten bekämpfen können.
Sparsame Kunden durch OVH Brand hart getroffen
Doch nicht nur OVH hat gespart, sondern auch manche Kunden. Im Basis-Tarif von OVH ist keinerlei Backup- oder Recovery-System enthalten. Hat ein solcher Kunde sämtliche Daten auf einem niedergebrannten Server gespeichert, sind diese für immer verloren.
Der OVH-Brand zeigt einmal mehr, wie wichtig Backups sind. Es muss kein Hackerangriff und kein verlorener Laptop sein, auch ein Gebäudebrand kann Daten auf einem Server vernichten.
Selbst ein Backup beim gleichen Cloud-Anbieter schützt nicht zuverlässig. Unter Umständen speichert OVH das Backup in einem anderen Gebäude, aber auch das kann bei einem Großbrand zerstört werden.
Unsere Empfehlung für die Backup-Strategie:
- Mehrere Backups anlegen, nicht nur eines.
- Diese im Optimalfall bei unterschiedlichen Anbietern ablegen oder offline im eigenen Unternehmen.
- Ist ein lokales Backup zu teuer, mindestens unterschiedliche Cloud-Anbieter verwenden.
So gehen Ihre Daten bei einem vergleichbaren Vorfall nicht für immer verloren.
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