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Google Translate oder DeepL? Ein überraschender Gewinner! - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

Google Translate oder DeepL? Ein überraschender Gewinner!

Wer schnell einen Text übersetzen möchte, greift häufig zu Google Translate. Doch es gibt Alternativen mit einigen Vorteilen!

Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 22. September 2024 4 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK) T.I.S.P. Board-Mitglied

TL;DR

Google Translate unterstützt 109 Sprachen und ist kostenlos nutzbar, DeepL dagegen nur 11 Sprachen. DeepL liefert aber laut einer eigenen Testreihe mit professionellen Übersetzern deutlich bessere Ergebnisse, besonders bei komplexeren Texten. DeepL erlaubt zudem das gezielte Ersetzen einzelner Wörter durch Synonyme, was Google Translate nicht beherrscht. Für einfache Übersetzungen taugen beide, für anspruchsvolle Texte empfiehlt sich DeepL.

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 50).

Inhaltsverzeichnis (3 Abschnitte)

In unserer digitalen Welt ist es häufig notwendig, kurze Texte oder sogar ganze Dokumente in eine andere Sprache zu übersetzen. Damit dies schnell und einfach geschieht, verwenden wir meist Übersetzer wie bspw. Google Translate. Ein deutsches Start-up ging im Sommer 2017 jedoch mit einem Konkurrenzprodukt auf den Markt, der Übersetzer DeepL. Wir haben uns einmal näher angeschaut, welcher Übersetzer der bessere ist.

Google Translate - Features und Funktionen

Bereits seit 15 Jahren haben wir die Möglichkeit, einen Text von Google Translate übersetzen zu lassen. Mit 109 Sprachen stand Januar 2021, lässt sich nahezu jede Sprache in eine andere übersetzen. Hierbei gibt es zwei verschiedene Textmasken, die Eingabemaske und die Ausgabemaske. Der Nutzer gibt seinen Text, der übersetzt werden soll, in die Eingabemaske ein. Anschließend erkennt Google Translate die eingegebene Sprache automatisch, der Nutzer kann diese jedoch ebenfalls durch ein Dropdown-Menü auswählen. Sobald der Text eingegeben wurde, wird die Übersetzung gestartet und der eingegebene Text wird in der anderen Sprache in der Ausgabemaske angezeigt. Neben diesem reinen Übersetzen liefert Google Translate noch einige Synonyme für das eingegebene Wort. Wenn ein oder mehrere Sätze eingegeben werden, kann der Übersetzer keine Synonyme angeben, jedoch können wir zwischen verschiedenen Übersetzungen auswählen, indem wir mit der Maus auf die Übersetzung klicken. Dort erscheinen nun verschiedene Möglichkeiten einer Übersetzung. Google Translate Verbesserungen

Google verbessert ihren Übersetzer anhand der Veränderungen, die der Nutzer durchführt. Diese Verbesserungsmöglichkeit der Übersetzung wird laut Google häufig genutzt. Laut eigenen Aussagen haben 3,5 Millionen Nutzer rund 90 Millionen Änderungsvorschläge übernommen. Diese Zahlen stammen aus dem April 2016 und sind somit nicht sehr aktuell. Die eingegebenen Vorschläge werden von Google verarbeitet, sodass der Übersetzer immer besser wird, denn es handelt sich um eine künstliche Intelligenz. Diese künstlichen Intelligenzen werden in gängigen Sprachen noch einmal erweitert, in Form eines Neural Machine Translation system (GNMT). Dieses neuronale Netz sorgt dafür, dass nicht einzelne Wörter übersetzt werden, sondern der Satz als Ganzes. Solch ein GNMT kommt auch bei dem Konkurrenten DeepL zum Einsatz.

DeepL die Konkurrenz aus Köln

Mit dem seit Sommer 2017 bestehenden Unternehmen DeepL haben Nutzer eine weitere Übersetzungsmöglichkeit. Bis zu 5.000 Zeichen können kostenlos im Browser oder in einer App übersetzt werden. Seit März wird für größere Texte und kommerzielle Zwecke eine API bereitgestellt, die es Unternehmen ermöglicht, den Übersetzer auf der eigenen Plattform zu betreiben. Der größte Unterschied zwischen DeepL und Google Translate ist die Sprachauswahl, denn gegenüber den 109 Sprachen des amerikanischen Übersetzers liefert DeepL lediglich 11 Sprachmöglichkeiten. Die Benutzeroberfläche ist sehr identisch aufgebaut und somit leicht verständlich. Ein Vorteil den DeepL jedoch anbietet, ist, dass einzelne Wörter sowohl im Eingabe- als auch im Ausgabetext durch Synonyme ersetzt werden können. Im oben dargestellten Bild ist zu erkennen, dass Google Translate lediglich den ganzen Ausgabetext verändern kann. Möchten Sie einzelne Wörter durch Synonyme ersetzen sollten Sie auf DeepL setzen. DeepL Verbesserungen

Einzelne Wörter lassen sich besser mit DeepL korrigieren. Durch einen einfachen Klick auf das Wort erscheinen passende Synonyme.

Google Translate vs. DeepL

Nun kommen wir zur Frage aller Fragen: Welcher Übersetzer ist besser? Zum Start von DeepL hat das Unternehmen eine Testreihe mit professionellen Übersetzern durchgeführt, die die Ergebnisse verschiedener Online-Übersetzer vergleicht. Die auf der DeepL-Webseite veröffentlichten Resultate zeigen eindeutig, dass DeepL besser abschneidet als Google Translate.

Für einfache Texte oder einen ersten Eindruck sind grundsätzlich alle getesteten Übersetzer brauchbar. Wer schnell verstehen will, was auf einem Schild steht, oder wie man nach dem Weg fragt, kann auch Google Translate verwenden.

Sobald die Texte komplizierter werden, liefert DeepL jedoch die besseren Resultate. Das liegt vor allem am Lernprozess der künstlichen Intelligenz dahinter: In Island wurde ein eigener Supercomputer gebaut, der mit mehr als 5,1 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde trainiert. Nach eigenen Angaben ist die Übersetzung dadurch dreimal besser als die anderer Anbieter.

Wie viel besser sie tatsächlich ist, hängt vom Text und vom Anwendungsfall ab. Jeder sollte sich daher selbst ein Bild machen, die Testreihe weist aber eindeutig auf DeepL als besten Übersetzer hin. Was mit den eingegebenen Texten passiert und welche Version im Unternehmen zulässig ist, klärt der Beitrag Darf ich DeepL bei der Arbeit benutzen?.

DeepL Testreihe

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

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Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
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