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Zugriffskontrolle Glossar

IAM (Identity and Access Management)

Identity and Access Management (IAM) umfasst Technologien und Prozesse zur Verwaltung digitaler Identitäten und zur Steuerung, wer auf welche Ressourcen zugreifen darf.

Identity and Access Management (IAM) ist ein grundlegender Sicherheitsbaustein, der sicherstellt, dass die richtigen Personen zur richtigen Zeit auf die richtigen Ressourcen zugreifen können - und niemand sonst.

IAM-Kernfunktionen

Identity Lifecycle Management: Bereitstellung, Änderung und Deaktivierung von Benutzerkonten entlang des Mitarbeiter-Lebenszyklus (Joiner-Mover-Leaver-Prozess)

Authentication: Verifikation der Identität durch Passwörter, MFA (TOTP, FIDO2, Push), Biometrie oder Zertifikate

Authorization: Zugriffsentscheidungen basierend auf Rollen (RBAC), Attributen (ABAC) oder Policies

Single Sign-On (SSO): Ein Login für alle Anwendungen - erhöht Komfort und ermöglicht zentrales Session-Management

Privileged Access Management (PAM): Besondere Kontrolle für administrative Accounts: Just-in-Time-Access, Session-Recording, Passwort-Vaults

Identity Governance: Regelmäßige Zugriffsrezertifizierungen, Segregation of Duties (SoD), Compliance-Reporting

IAM-Standards und Protokolle

ProtokollVerwendung
SAML 2.0Federation, Enterprise SSO
OAuth 2.0Autorisierung für APIs
OpenID ConnectAuthentifizierung über OAuth 2.0
SCIMAutomatisierte User Provisioning
FIDO2/WebAuthnPasswortlose Authentifizierung

Zero Trust und IAM

IAM ist das Fundament jeder Zero-Trust-Architektur: Identität ist der primäre Zugangskontrollfaktor. Ohne starkes IAM ist Zero Trust nicht umsetzbar.

Im NIST SP 800-207 Framework ist Identity & Access Management die erste und wichtigste der fünf Zero-Trust-Säulen.

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