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Vorsicht bei einer Uptime von 99,9%! - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

Vorsicht bei einer Uptime von 99,9%!

Die Verfügbarkeit von Systemen ist ein wichtiger Punkt beim Vertragsabschluss. Achten Sie auf jede Nachkommastelle bei der Uptime!

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 21. September 2024 3 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)

TL;DR

Eine Uptime von 99,9 % klingt zuverlässig, bedeutet aber bis zu 8 Stunden 45 Minuten Ausfall pro Jahr - und der Unterschied zu 99,999 % beträgt mehr als 3 Tage und 15 Stunden. Wer SLAs für Webshops, SaaS-Plattformen oder kritische Schnittstellen verhandelt, muss jede Nachkommastelle prüfen: Bereits 98 % Verfügbarkeit kostet monatlich über 14 Stunden Erreichbarkeit. Für Systems mit hohen Transaktionsvolumen empfiehlt sich mindestens 99,99 %, was die tägliche Ausfallzeit auf unter 9 Sekunden begrenzt. Tools wie uptime.is helfen, konkrete Ausfallzeiten vor Vertragsabschluss zu berechnen.

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 52).

Inhaltsverzeichnis (1 Abschnitte)

Bei der Verfügbarkeit von Systemen wird in der Regel von einer Uptime gesprochen. Dabei handelt es sich um die prozentuale Angabe des Systems, die sich auf die Zeit der Verfügbarkeit auf ein Jahr bezieht. Doch durch zahlreiche Tage, Stunden und Minuten im Jahr gilt es auf jede Nachkommastelle zu achten! Gut laufenden Webshops entzieht sich im schlimmsten Fall die Existenzgrundlage ohne rechtliche Möglichkeiten.

Mein System hat eine Verfügbarkeit von 99%!

Im alltäglichen Gebrauch sind Prozentangaben die höher als 90% liegen vielversprechend:

  • “Ich bin mir zu 99% sicher”

Eine Aussage, an der kaum Zweifel mehr besteht. Doch Obacht bei der Verfügbarkeit von Systemen. Bei insgesamt 365 Tagen im Jahr, macht ein fehlender Prozent ganze 3 Tage 15 Stunden und 39 Minuten aus. Nicht wenig, wenn diese Zeit am Stück ist. Aber die tägliche Nichtverfügbarkeit von ca. 15 Minuten kann sehr ärgerlich sein. Eine Uptime von 99% bringt folgende Nichtverfügbarkeit mit sich:

  • Täglich: 14 Minuten 24 Sekunden
  • Wöchentlich: 1 Stunde 40 Minuten 48 Sekunden
  • Monatlich: 7 Stunden 18 Minuten 17 Sekunden
  • Jährlich: 3 Tage 15 Stunden 38 Minuten 29 Sekunden

Wer einen Webshop betreibt, den können diese Zahlen bares Geld Kosten. Aber nicht nur Webshops trifft es bei der fehlenden Erreichbarkeit hart. Auch Software die für viele Teilnehmer bereitgestellt wird, z.B. die, die im Software as a Service Modell betrieben wird. Dabei genügt es allein schon, wenn Schnittstellen nicht erreichbar sind. Bei einer Uptime von 98% verdoppeln sich die oben genannten Zahlen entsprechend. Alles unter 99,9% ist für die Verfügbarkeit von Systemen kaum tragbar.

Ist ein Uptime von 99,99% ausreichend?

Es kommt auf die Neunen und Nachkommastellen an. Bei einer Verfügbarkeit von 99,99% sprechen wir über eine tägliche Ausfallzeit von 8 Sekunden. Diese Zeit ist überschaubar. Auf 365 hochgerechnet muss ma mit weniger als einer Stunde Nichtverfügbarkeit rechnen. Es kommt schlussendlich auf den Verwendungszweck und das System an, ob diese Zeit vertretbar ist. Es gibt Webseiten, die einem die Verfügbarkeit einfach und schnell ausrechnen. Uptime - reichen 99-99 Prozent

Bei der Verfügbarkeit von Systemen sollte auf jede Nachkommastelle geachtet werden. Quelle: Screenshot uptime.is Mit anspruchsvolleren Service-Level-Agreements (SLAs) steigen auch die Kosten. Ab einer Verfügbarkeit von 99,999% darf das System im Jahr maximal 5 Minuten und 15 Sekunden nicht erreichbar sein. Der Neustart von Server fällt damit fast aus. Vor dem Abschluss eines Vertrages einen Blick wert. Der Unterschied zwischen 99,9% und 99,999% liegt immerhin bei 3 Tagen 15 Stunden 33 Minuten und 14 Sekunden.

Nächster Schritt

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
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