TL;DR
Das Künstlerduo „Guo O Dong" versteigerte ein Samsung NC10 Netbook mit sechs aktiven Schadprogrammen für 1.345.000 USD - der gemeinsam angerichtete Schaden dieser Malware beläuft sich weltweit auf 95 Milliarden USD. Auf dem Laptop laufen unter anderem WannaCry, der 200.000 Rechner in 150 Ländern verschlüsselte, sowie MyDoom mit einem Einzelschaden von 38 Milliarden USD. Das Projekt „The Persistence of Chaos" macht per Live-Webcam die realen Auswirkungen von Schadsoftware sichtbar - und verdeutlicht, dass die finanziellen Konsequenzen eines Cyberangriffs jeden Kaufpreis für Schutzmaßnahmen bei weitem übersteigen.
Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 52).
Inhaltsverzeichnis (2 Abschnitte)
Es ist eine außergewöhnliche Auktion - und die wahrscheinlich teuerste Virenschleuder der Welt. Das Kunstwerk mit dem Namen “The Persistence of Chaos” ist ein mit unterschiedlichster Malware infizierter Laptop, der nun für mehr als einer Million USD versteigert wurde.
Virenschleuder kommt unter den Hammer - Viren als Kunst!
Virenschutzprogramme, Awareness Trainings und andere Schutzmechanismen wie Firewalls und Intrusion Detection Systeme sollen alle dazu beitragen, das man sich keine Schadsoftware einfängt. Ganz anders jedoch bei dem Laptop der jetzt unter den Hammer gekommen ist. Das “Kunstwerk” trägt den passenden Namen “The Persistence of Chaos” und ist völlig unbrauchbar. Das Samsung NC10 Netbook ist nämlich längst von Verschlüsselungstrojanern befallen. Um den produktiven Einsatz geht es aber auch nicht mehr. Aber das ist ja bei Kunst nichts neues. Angucken kann man sich das Spektakel aber. Anzugucken gibt es sechs aufgespielte Schadprogramme. Die Auktionssumme ist mit über einer Million USD für so ein Laptop natürlich hoch. Noch höher ist jedoch der Schaden, der durch die aufgespielte Schadsoftware zustande gekommen ist. Weltweit zusammen haben diese einen Schaden von 95 Milliarden USD angerichtet. Und das sind die Schädlinge:
- BlackEnergy ist unter anderem für den Stromausfall 2015 in der Ukraine verantwortlich gewesen. Aber nicht ausschließlich. Generell kam diese Schadsoftware gegen die Ukraine häufiger zum Einsatz
- DarkTequila kennt man hier zu Lande nicht unbedingt. Ziel der Schadsoftware sind vor allem mexikanische Nutzer. Für die Malware interessant sind Finanz- und Firmendaten
- ILOVEYOU ist schon ein Dinosaurier unter der Schadsoftware. Seit dem Jahr 2000 verbreitet sich die Software über E-Mails und schreibt in die Betreffzeile “ILOVEYOU”. Weltweit wurden dadurch mehr als 500.000 Netzwerke außer Gefecht gesetzt
- MyDoom könnte als Vorläufer von Emotet bezeichnet werden. Angeschrieben worden sind E-Mail Kontakte, Anhänge wurden verschickt. Einen Schaden in Höhe von 38 Milliarden USD geht allein auf das Konto dieser Malware
- SoBig hat eine ähnliche Strategie bei der Verbreitung: E-Mails. Diese Malware hat sogar Hardware beschädigt und hat sich so den Platz auf dem Kunstlaptop gesichert. Ein Schaden in Höhe von 37 Milliarden USD geht auf das Konto von SoBig und macht dem Namen somit alle Ehre. Und last but not least:
- WannaCry dürfte den meisten noch ein Begriff sein. Auch wenn der Schaden sich “nur” auf vier Milliarden USD beläuft - in die Tagesschau hat es in die Malware geschafft. Der Verschlüsselungstrojaner hat 200.000 Computer in 150 Ländern befallen.
Warum und wer macht sich die Mühe eine Virenschleuder zu erstellen?
Das Kunstwerk soll die Gefahr greifbar machen, die von Schadsoftware ausgeht. Aus diesem Grund hat sich das Künstlerduo “Guo O Dong” die passende Domain “The Persistence of Chaos” registriert. Dort kann jeder, dank einer Webcam, beobachten was auf dem Laptop passiert. 
](https://thepersistenceofchaos.com/) Die teuerste Virenschleuder der Welt - The Persistence of Chaos. Quelle: thepersistenceofchaos.com Das ist, wie bereits geschrieben, nicht allzu viel. Ein Sperrband schützt symbolisch andere Rechner und Netzwerke vor der Infizierung. Dass der Rechner nirgends angeschlossen ist, versteht sich von selbst. Wer so eine Virenschleuder sein Eigen nennen will, muss sich seinen Laptop selbst infizieren. Der Laptop wurde für 1.345.000 USD erfolgreich versteigert.
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