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Ein erfolgreiches SSPR Projekt erfordert Benutzerakzeptanz! - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

Ein erfolgreiches SSPR Projekt erfordert Benutzerakzeptanz!

Wenn Endnutzer Ihr Passwort selber zurücksetzen können kann Geld gespart werden. Ein erfolgreiches SSPR Projekt macht es möglich!

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 23. September 2024 3 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
Inhaltsverzeichnis (2 Abschnitte)

Ein etabliertes SSPR Projekt (Self-Service Password Reset) erfordert die Einbindung und Akzeptanz aller Nutzer*innen. Auch in Zeiten des „neuen normals“ unterstützt der Help Desk bei der Neuvergabe von Passwörtern. Dabei verschlingt der Prozess Ressourcen und Kosten und bringt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko mit sich.

Betreutes Zurücksetzen birgt erhöhtes Sicherheitsrisiko

Wer vor Ort das Passwort zurücksetzen muss, der kann durch seine Person und diverse Dokumente bestätigen, dass die Person dazu berechtigt ist. Umstände wie BYOD, eine schlechte Internetverbindung oder andere Probleme, die auf die Arbeit von zu Hause zurückzuführen sind, können das zuverlässige Zurücksetzen des Passwortes erschweren. Wenn das Passwort von Mitarbeiter*innen bei der Arbeit von zu Hause zurückgesetzt werden soll, dann müssen andere Mittel und Wege zur Identifizierung herhalten. An dieser Stelle erhöht sich das Risiko Opfer einer Betrugsmasche zu werden: Wenn der Help Desk ein Passwort eines Accounts zurücksetzt, obwohl der Inhaber dies nicht beantragt hat. Sogenannte Social Engineering Attacken sind besonders erfolgreich, da es nur begrenzt technische Hilfsmittel gibt diese einzugrenzen. Eine verpflichtende Anwesenheit der Person, um den Account derselbigen zurückzusetzen, wäre eine organisatorische Maßnahme. In Zeiten von Corona kann dem jedoch nicht zwingend und ständig nachgekommen werden.

Ein erfolgreiches SSPR Projekt reduziert Kosten und erhöht das IT-Sicherheitsniveau

Mit der Hilfe von einem Self-Service Password Reset wird es den Endnutzern ermöglicht ihr Passwort selber zurückzusetzen - ohne die Unterstützung vom Help Desk. Dabei kann es unterschiedliche Möglichkeiten bzw. Kanäle geben, wie dieser Self-Service erfolgen kann:

  • Die Beantwortung von Sicherheitsfragen
  • Den Erhalt einer E-Mail auf ein vorher festgelegtes Konto
  • Die Eingabe eines Codes der an eine vorher festgelegte Handynummer gesendet wird
  • Die Bestätigung der Identität durch ein Hardware Token oder eine Authenticator App

Die unverzügliche Bearbeitung des Bedarfs ist ein großer Gewinn für alle Betroffenen. Denn wenn der Help Desk einmal in Verzug gerät, dann kann das Zurücksetzen von Passwörtern wertvolle Arbeitskraft kosten. Schätzungen von Gartner zur Folge ist ein Help Desk zwischen 20 - 50% damit beschäftigt Passwörter neu vergeben zu lassen. Versuche den Prozess monetär zu beziffern belaufen sich auf ca. 70 USD pro Reset. Sicherheitsvorfälle in Unternehmen sind nicht preiswerter. Ein Blick auf Kosten und Auslastung lässt also erahnen, welches Potenzial hinter der Einführung eines SSPR Projektes steckt. Dabei ist es nicht die technische Herausforderung, so einen Service zu etablieren. Ziel dieses Projektes sollte es stets sein die Mitarbeiter*innen abzuholen und ihnen den Mehrwert der Nutzung aufzuzeigen. Wer sich jahrelang auf die zuverlässigen Mitarbeiter des Help-Desks verlassen konnte, dem fällt es vielleicht schwerer sich umzugewöhnen.

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
Zertifiziert ISO 27001ISO 9001AZAVBSI

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