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MyActivity - Googles Übersicht über deine Daten - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

MyActivity - Googles Übersicht über deine Daten

Google speichert deine Suchanfragen und Standorte. Wir zeigen dir, wie du mit "My Activity" deine Daten löschst und die Privatsphäre schützt.

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 23. Februar 2026 4 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
Inhaltsverzeichnis (6 Abschnitte)

Dieser Artikel erschien ursprünglich 2016 und wurde im Februar 2026 umfassend aktualisiert.

Google speichert Daten - Und lässt dich mit MyActivity reingucken! Welche Daten speichert Google in welchem Umfang? Diese Frage soll MyActivity beantworten! Dass der Suchmaschinen-Riese Informationen speichert, ist nichts Neues. In Verbindung mit Werbung sind diese persönlichen Daten bares Geld wert.

Doch seit unserem ersten Bericht zu diesem Thema im Jahr 2016 hat sich viel getan. Dank strengerer Datenschutzgesetze (DSGVO) und neuer Funktionen hast du heute deutlich mehr Kontrolle über deinen digitalen Fußabdruck als früher. Wir zeigen dir, wie du deine Daten heute verwalten kannst.

Das Gedächtnis von Google: Was ist My Activity?

Damit das Vertrauen der Nutzer nicht schwindet, gibt es das zentrale Tool “Meine Aktivitäten” (My Activity). Hier laufen alle Fäden zusammen: Deine Suchanfragen, deine YouTube-Historie, welche Apps du auf deinem Handy geöffnet hast und wohin du mit Google Maps navigiert bist. Wer sich zum ersten Mal auf activity.google.com einloggt, ist oft schockiert. Was ein einziger Tag an Daten verrät, ist enorm und ganz schön privat.

Neu ist die zusätzliche Sicherheit: Wenn du heute auf die Seite zugreifst, kannst du eine zusätzliche Bestätigung aktivieren. Selbst wenn du am PC eingeloggt bist, musst du dann dein Passwort oder einen Fingerabdruck eingeben, um den Verlauf überhaupt sehen zu können. Ein wichtiges Feature, wenn man sich Geräte teilt.

myactivity

Das wichtigste Update: Die automatische Löschung

Früher musste man Daten mühsam von Hand löschen oder die Speicherung komplett pausieren, was oft dazu führte, dass Google-Dienste schlechter funktionieren. Heute gibt es die “Automatische Löschung” (Auto-Delete). Das ist die wichtigste Einstellung, die du sofort prüfen solltest:

  1. Du kannst festlegen, dass Daten älter als 3, 18, oder 36 Monate automatisch gelöscht werden.
  2. Für neue Konten ist die Löschung nach 18 Monaten oft schon voreingestellt.
  3. Das gilt für Web- & App-Aktivitäten, YouTube-Verlauf und Standortdaten

Unser Tipp: Stelle es auf 3 oder 18 Monate. So erhältst du dir den Komfort (persönliche Empfehlung), aber die “uralten” Daten verschwinden zuverlässig.

Werbung steuern: “Mein Anzeigen-Center”

Wem die Informationen aufstoßen und wer nicht möchte, dass Google bestimmte Interessen für Werbung nutzt, findet heute das komplett neue “Mein Anzeigen Center” (My Ad Center). Früher waren die Einstellungen versteckt, heute kannst du sehr granular bestimmen:

  • Du willst weniger Werbung zu Themen wie Alkohol, Dating, Glücksspiel oder Gewichtsabnahme sehen? Das lässt sich jetzt direkt per Schalter begrenzen.
  • Du kannst einsehen, welche Marken dir Werbung ausgespielt haben und diese blockieren.

Wichtige Änderung beim Standortverlauf (Zeitachse)

Hier findet gerade der größte Umbruch statt: Die beliebte Google Maps Zeitachse (wo war ich wann?), wird nicht mehr standardmäßig in der Google Cloud gespeichert.

Google stellt um auf “On-Device-Storage”. Das bedeutet: Deine Bewegungsdaten liegen direkt auf deinem Smartphone und nicht mehr auf den Google-Servern. Das ist ein riesiger Gewinn für die Privatsphäre, bedeutet aber auch: Wenn du dein Handy verlierst und kein verschlüsseltes Backup aktiviert hast, sind die Erinnerungen weg. Prüfe unbedingt deine Einstellungen in der Google Maps App!

Alternative Suchmaschinen & Inkognito-Modus

Willst du, dass Google gar keine Informationen mehr speichert? Dann hilft oft nur abmelden oder der Wechsel der Suchmaschine. Die Nutzung anonymer Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder Startpage fördert den Schutz der Privatsphäre massiv. Der Nachteil bleibt: Die Ergebnisse sind oft nicht ganz so präzise wie die von Google, besonders bei lokalen Suchanfragen (“Pizzeria in der Nähe”).

Pro-Tipp für Google-Nutzer: Auf dem Smartphone (Google App) gibt es mittlerweile die Funktion “Letzte 15 Minuten löschen”. Damit kannst du per Fingertipp sofort die letzten peinlichen oder privaten Suchanfragen aus dem Protokoll entfernen, ohne tief in die Menüs abzutauchen.

Fazit: Regelmäßiger Check lohnt sich

Das Tool My Activity soll nicht abschrecken, sondern Transparenz schaffen. Es lohnt sich regelmäßig (z.B. einmal im Jahr) hereinzuschauen:

  1. Sind die Auto-Lösch-Intervalle aktiv?
  2. Welche Drittanbieter-Apps haben noch Zugriff auf mein Konto? (Oft Apps, die man seit Jahren nicht mehr nutzt).
  3. Stimmen die Einstellungen im Anzeigen-Center noch?

Wer die Komfort-Funktionen von Google nutzen will, zahlt mit Daten. Aber dank der neuen Tools.

Nächster Schritt

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

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Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
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