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Google Safebrowsing Engine - ausschalten oder benutzen? - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

Google Safebrowsing Engine - ausschalten oder benutzen?

Die Google Safebrowsing Engine soll die Sicherheit beim Surfen im Internet erhöhen. Doch es gibt Kritik. So deaktiviert man die Funktion in Firefox!

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 25. Juli 2024 2 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)

TL;DR

Googles Safebrowsing Engine schützt zwar vor Malware- und Phishing-Seiten, überträgt dabei aber sensible Nutzerdaten an Google - auch in Firefox. Der Browser lädt alle 30 Minuten eine aktualisierte URL-Blockliste und sendet bei einem Treffer den entsprechenden Hash an Googles Server. Unter Windows übermittelt Firefox zusätzlich bei jedem Download Herkunft, Dateiname, Größe und Hash. Wer auf Datenschutz setzt, kann die Funktion über neun about:config-Einträge vollständig deaktivieren und mit uBlock Origin sowie dem Microsoft Defender einen gleichwertigen Schutz aufbauen.

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 52).

Inhaltsverzeichnis (2 Abschnitte)

Die Google Safebrowsing Engine ist im Google Chrome Browser integriert. Das System schützt vor Malware,- Phishing und Betrugsseiten. Die roten Warnseiten kennen mittlerweile viele Internetnutzer. Doch auch Firefox greift auf die umfangreichen Listen zurück. Die Datenschutzbestimmungen des Safebrowsing Providers sind benutzerunfreundlich - ist die Sicherheit im Internet der Tausch gegen die Daten es wert?

Internetadresse blocken und kommunizieren - Fluch oder Segen?

Auf den ersten Blick könnte die Sache so klar wie einfach sein: Eine umfangreiche Blacklist sorgt dafür, dass mich mein Browser warnt bevor ich auf eine Webseite gelange die auf der Liste steht. So werde ich vor Malware, Phishing und Betrugsseiten gewarnt. Doch was einfach klingt, ist es bei einem zweiten Blick keineswegs. Wenn die Safebrowsing Engine arbeitet, dann holt sich der Firefox Browser alle 30 Minuten eine aktualisierte Blockliste von URLs ab. Dabei werden alle Seitenaufrufe lokal mit den Listen abgeglichen. Findet ein Treffer statt, so sendet Firefox diesen Hash an den Safebrowsing Provider. Dies wird gemacht, um zu prüfen ob die URL noch auf der Liste steht. Unter Windows werden zusätzlich alle Downloads von Anwendungen über die Safebrowsing Engine geprüft. Die Herkunft, der Name, die Größe und der Hash sind dabei Bestandteil des übermittelten Pakets. Wie zu erwarten gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Gerade für Firefox Nutzer kann das überraschend sein. Die Safebrowsing Engine lässt sich unter Firefox deaktivieren. Dies sollte stets unter Berücksichtigung des Mehrwertes geschehen: Wer sich im Internet tendenziell unsicher fühlt, der sollte überlegen den Schutz aktiviert zu lassen. Schlussendlich schützt aber auch die Safebrowsing Engine nicht endgültig vor Phishing.  So lässt sich die Anbindung deaktivieren:

browser.safebrowsing.phishing.enabled

false

browser.safebrowsing.malware.enabled

false

browser.safebrowsing.blockedURIs.enabled

false

browser.safebrowsing.downloads.enabled

false

browser.safebrowsing.downloads.remote.enabled

false

browser.safebrowsing.downloads.remote.block_dangerous

false

browser.safebrowsing.downloads.remote.block_dangerous_host

false

browser.safebrowsing.downloads.remote.block_potentially_unwanted

false

browser.safebrowsing.downloads.remote.block_uncommon

false

browser.safebrowsing.downloads.remote.url

(leerer String)

browser.safebrowsing.provider.*.gethashURL

(leerer String)

browser.safebrowsing.provider.*.updateURL

(leerer String)

Bin ich ohne Schutz, wenn ich die Safebrowsing Engine deaktiviere?

Ein aktuelles Betriebssystem in Kombination mit einem AdBlocker wie z.B. uBlock Origin erfüllt bereits viele Sicherheitsanforderungen. Unter Windows ist der Einsatz des Microsoft Defenders ausreichend und empfehlenswert. Diese Maßnahmen können bereits für einen ausreichenden Schutz sorgen.

Nächster Schritt

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
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