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Firmenname verboten - Unternehmensname verursacht Sicherheitsrisiko! - Botnetz-Angriff und automatisierte Bedrohung
Security Awareness

Firmenname verboten - Unternehmensname verursacht Sicherheitsrisiko!

Der Firmenname, eines englischen Unternehmens, wurde nun vom Handelsregister, aufgrund eines Sicherheitsrisikos verboten!

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 23. September 2024 3 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)

TL;DR

Die britische Behörde Companies House zwang das Unternehmen *"><SCRIPT SRC=HTTPS://MJT.XSS.HT> LTD*, seinen Namen zu ändern, weil er einen Cross-Site-Scripting-Angriff (XSS) codiert. Der Gründer gab an, lediglich einen verspielten Namen gewählt zu haben. XSS-Payloads injizieren in unzureichend validierten Nutzereingabefeldern - etwa Suchfeldern oder Login-Masken - fremden Code in Webseiten und lesen dort Daten aus. Drei Angriffsvarianten existieren: reflektiert, persistent und DOM-basiert. Nicht verboten wurde hingegen der Firmenname *"; DROP TABLE "COMPANIES";-- LTD*, ein SQL-Injection-Muster, der noch heute im britischen Handelsregister eingetragen ist.

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 52).

Inhaltsverzeichnis (2 Abschnitte)

Der Firmenname eines englischen Unternehmens wurde von der zuständigen britischen Behörde verboten. Das Unternehmen versuchte einen Firmennamen zu wählen, der wie ein klassischer Cross-Site-Scripting-Angriff (XSS) aussieht. Durch die Verwendung dieses Firmennamen hätte Code in fremden Webseiten injiziert werden können.

Unternehmensname führt zu XSS

Das englische Unternehmen ”><SCRIPT SRC=HTTPS://MJT.XSS.HT> LTD wurde nun aufgefordert, diesen Firmennamen zu ändern. Für IT-Sicherheitsexperten ist es offensichtlich, warum die englische Behörde Companies House, die für das dortige Handelsregister zuständig ist, diesen Firmennamen verboten ist. Durch die seltsame Syntax, die durch sich öffnende Anführungszeichen startet, welche jedoch nie geschlossen werden, zeigen sich typische Cross-Site-Scripting-Angriffe. Ein Cross-Site-Scripting-Angriff versucht eigenen Code auf eine Webseite zu injizieren, sodass dieser von anderen Besuchern dieser Webseite ausgeführt werden. Dadurch wurden in der Vergangenheit häufig Daten geklaut, aber auch sensible Informationen ausgelesen. Es wird zwischen drei verschiedenen XSS unterschieden, diese sind Reflektierte XSS-, Persistente XSS-, DOM-basierte XSS-Angriffe. XSSStrike ist ein XSS-Scanner der Sicherheitslücken findet, die eine der drei XSS-Angriffe zulässt. Besonders häufig kommen solche XSS-Angriffe in den Suchfeldern oder Log-In-Masken vor, da auf vielen Webseiten die Nutzereingaben nicht korrekt validiert werden. Generell sind Nutzereingaben ein häufiges Problem für die IT-Sicherheit, denn sobald Nutzer Suchbegriffe eingeben, die von dem Programmierer nicht erwartet werden, wie bspw. der oben genannte Firmenname, werden häufig viele verschiedene Informationen preisgegeben. Der Firmengründer des englischen Unternehmens, welches nun Ihren Firmennamen ändern müssen, teilte der britischen Zeitung Guardian mit, dass er lediglich einen lustigen, verspielten Namen wählen wollte und sich nicht über das Sicherheitsrisiko im Klaren war. Zwar führt der Firmenname nicht zu einem großen Schaden, da lediglich eine Warnmeldung ausgegeben wird, dennoch könnte durch die Verwendung dieses Namen eine Sicherheitslücke entdeckt werden. Mittlerweile wurde die britische Beratungsfirma zu “That Company whose Name used to contain HTML Script Tags LTD” übersetzt bedeutet dies “Die Firma, deren Name früher HTML-Script-Tags enthielt LTD”.

Firmenname verboten - Nicht das erste Mal

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Firmenname verboten wurde, da dieser ein Sicherheitsrisiko darstellt. Ein Unternehmen mit dem Namen ”; DROP TABLE “COMPANIES”;— LTD” wurde laut Guardian jedoch nicht vollständig verboten. Dieser Firmenname befindet sich noch in genau dieser Form im Handelsregister, ist dort dementsprechend für alle Besucher einsichtbar. Bei diesem Namen handelt es sich um ein Sicherheitsrisiko für eine SQL-Injection. Hierbei geht es darum, dass durch die Datenbanksprache SQL eine Anfrage zu manipuliert wird, dass in diesem Beispiel die Tabelle mit dem Namen “COMPANIES” gelöscht werden soll. Vergleichbar wie ein XSS-Angriff, befinden sich SQL-Schwachstellen ebenfalls in Nutzereingabefeldern. https://www.youtube.com/watch?v=l7BG_XPLBj8 In diesem Video wird eine SQL-Schwachstelle sehr gut beschrieben, sodass Sie im Anschluss überprüfen können, ob Ihre Firma ebenfalls von solchen Schwachstellen betroffen ist.

Nächster Schritt

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
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