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Fakenews und Fakeprofile zu erkennen könnte in Zukunft schwieriger werden! - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

Fakenews und Fakeprofile zu erkennen könnte in Zukunft schwieriger werden!

Künstliche Intelligenz sorgt für die Erstellung von täuschend echten Fakenews und Bildern. Fakeprofile können so leicht erstellt und schwer entdeckt werden.

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 16. September 2024 3 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)

TL;DR

KI-generierte Bilder und Texte machen die Erkennung von Fakeprofilen und Fakenews zunehmend schwieriger. Auf Basis eines von Nvidia entwickelten Generative Adversarial Networks (GAN) erzeugt die Website thispersondoesnotexist.com bei jedem Seitenaufruf täuschend echte Porträts nicht existierender Personen - die klassische Rückwärtsbildersuche versagt dabei vollständig. Parallel dazu erstellt ein Sprachmodell von OpenAI aus wenigen Sätzen ganze Artikel, die menschlich verfassten Texten kaum nachstehen. Beide Technologien befinden sich noch in der Entwicklung, liefern aber bereits auf den ersten Blick überzeugende Ergebnisse. Unternehmen und Mitarbeitende sollten ihre Erkennungsmethoden für gefälschte Profile auf LinkedIn, Xing und Facebook regelmäßig hinterfragen und aktualisieren.

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 52).

Inhaltsverzeichnis (3 Abschnitte)

Dazulernende K.I.-Systeme könnten in Zukunft vermehrt dafür verwendet werden, um täuschend echte Bilder für Fakeprofile, Ransomware Kampagnen und Fakenews zu erstellen und zu verbreiten. Die Qualität der Ergebnisse steigt dabei kontinuierlich an und stellt  Menschen vor neuen Herausforderungen, diese zu erkennen.

Fake Profile mit der Rückwärtsbildersuche zu enttarnen funktioniert nicht mehr lange.

Während ein mit Stockphotos ausgestattetes Profil bei Facebook oder Instagram relativ schnell über eine Rückwärtsbildersuche entlarvt ist, kann man inzwischen automatisiert Bilder generieren, welche nicht auf real existierenden Personen bzw. Gesichtern basieren. Auch Texte können immer einfacher mit wenig Aufwand und trotzdem überzeugend erstellt werden. Wir wollen wissen, was das für die Zukunft bedeutet.

Profilbilder für Fakeprofile und schwer erkennbare Fakenews per Mausklick?

Basierend auf einem von Nvidia entwickelten GAN (Generative Adversarial Network), welches zur Modellierung von Gesichtern für z.B. Videospiele entwickelt wurde, kann jeder auf thispersondoesnotexist.com täuschend echte Porträts von Personen erstellen, die nicht existieren. Die Seite generiert bei jedem aktualisieren der Website ein neues Bild, welches auf den ersten Blick aussieht wie ein echtes Foto. Bei genauem Hinsehen erkennt man teilweise Artefakte, die auf ein unechtes Bild hinweisen. Gerade wenn zwei Personen abgebildet sind, Schmuck oder Hintergründe seltsam erscheinen, sind das Indizien dafür, dass das Profilfoto nicht echt ist. Wenn man allerdings die Seite ein paar Mal aktualisiert, findet man für jeden Bedarf ein passendes, ausreichend überzeugendes Foto. Auch falsche Bilder von Kindern werden generiert. Auch das automatisierte Erstellen von (fast) menschlich erscheinenden Texten ist inzwischen keine Science-Fiction-Fantasie mehr. Forscher von openai.com (https://blog.openai.com/better-language-models/) haben ein „Language Model“ entwickelt, welches aus einem kleinen Paragraphen einen ganzen Text erstellt, der einem, von einem Menschen geschriebenen Roman, Blogbeitrag oder Onlineartikel täuschend ähnlichsieht. Auch hierbei gibt es noch ein paar Feinheiten, die den aufmerksamen Leser erkennen lassen, dass es sich hierbei um künstlich erzeugte Texte handelt.

Was erwartet uns im Bereich Fakeprofile und Fakenews?

Diese Technologien stecken noch in den Kinderschuhen und haben noch nicht ihr Potenzial erreicht. Allerdings können schon jetzt Fälschungen erstellt werden, die auf den ersten Blick überzeugen und erst auf den zweiten Blick als Fälschung zu erkennen sind. Bei der Weiterentwicklung dieser Systeme werden diese Probleme wohl noch ausgeräumt. Fakeprofile in Zukunft als solche zu enttarnen wird deshalb zunehmend schwieriger. Gerade die Automatisierung von bislang von Menschenhand durchgeführten Tätigkeiten, macht es für motivierte Personen interessant diese für die eigenen Zwecke einzusetzen. Somit könnte die Gefahr, die im Internet von solchen Fakeprofilen und Fakenews ausgeht, in Zukunft noch größer werden als bisher. Fähigkeiten falsche Profile und News als solche zu enttarnen wird schwieriger. Überprüfungsmechanismen sollte deshalb jeder kennenlernen und regelmäßig überdenken. Falsche Freunde bei Facebook, Xing und LinkedIn können zu Problemen führen.

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
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