Zum Inhalt springen

Services, Wiki-Artikel, Blog-Beiträge und Glossar-Einträge durchsuchen

↑↓NavigierenEnterÖffnenESCSchließen
Digitaler Impfausweis - Bereits ab Ende Juni kann damit gerechnet werden! - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

Digitaler Impfausweis - Bereits ab Ende Juni kann damit gerechnet werden!

Ein digitaler Impfausweis soll im Laufe des Juni erscheinen. Dieser macht schnelle Kontrollen über den aktuellen Impfstatus möglich!

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 23. September 2024 3 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
Inhaltsverzeichnis (3 Abschnitte)

Die Lockerungen der aktuellen Corona-Pandemie liegen unter anderem daran, dass es immer mehr Geimpfte oder Genesene gibt. Vor allem die Geimpften möchten nun vermehrt die alten Privilegien zurück, wie bspw. eine uneingeschränkte Reisemöglichkeit. Mit einem digitalen Impfausweis soll künftig schnell geprüft werden, ob eine Person vollständig geimpft ist.

2,7 Millionen Euro für das digitale Prüfverfahren

Eine Gruppe, bestehend aus IBM, der Zertifizierungsfirma Ubirch, dem Rechenzentrumsbetreiber Govdigital und dem IT-Dienstleister Bechtle entwickeln einen digitalen Impfausweis. Dieses Projekt kostet in Summe etwa 2,7 Millionen Euro und wird im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) beauftragt. Es speichert den Impfausweis digital als einen QR-Code, der an Flughäfen oder vor Konzerten schnell und unkompliziert gescannt werden kann.

Die derzeitige Planung geht von einem Erscheinen der App im Juni aus. Die Sicherheit solcher Apps ist extrem wichtig, da Gesundheitsdaten sehr wertvoll sind und somit viele Kriminelle versuchen werden, an die Daten hinter dieser App zu kommen. Damit möglichst wenig Fehler in dem digitalen Impfausweis enthalten sind, wird die Software als Open Source Projekt veröffentlicht. Somit kann jeder den Quellcode der Software analysieren und somit mögliche Sicherheitslücken melden.

Neben der Entscheidung, das Projekt als Open Source zu veröffentlichen, hat die Gruppe der Entwickler bereits angekündigt, dass keine zentrale Speicherung der Daten stattfindet. Solche Fehler wurden unter anderem bei der Entwicklung der umstrittenen Luca App gemacht.

Digitaler Impfausweis speichert nur die notwendigen Daten

Wenn die Software im Juni an den Start geht, bekommen Geimpfte neben dem Eintrag in den klassischen Impfausweis auch einen ausgedruckten QR-Code. Dieser Code muss anschließend mit der IBM-App gescannt und gespeichert werden. Für die Nutzer ohne ein Smartphone kann der QR-Code bspw. auf eine kleinere Karte kopiert und vorgelegt werden.

Damit der digitale Impfausweis auch akzeptiert werden kann, müssen Sie ihre Identität noch mit einem gültigen Lichtbildausweis verifizieren. Der QR-Code enthält lediglich die notwendigen Daten, geplant sind aktuell: Name, Geburtsdatum, Personalausweisnummer, Datum und Ort der ersten und zweiten Impfung, Impfzentrum, verwendeter Wirkstoff. Mit diesen Daten kann bspw. an Flughäfen sehr schnell kontrolliert werden, ob die Impfung gegen aktuelle Mutationen schützt und man damit aus dem Land ausreisen darf.

Kein Ersatz des geplanten digitalen Impfausweises

Das in diesem Projekt beschriebene Produkt soll nicht den für Anfang 2022 geplanten digitalen Impfausweis ersetzen. Die geplanten Funktionen sind lediglich ein digitaler Nachweis über die Corona-Schutzimpfung und kein allgemeiner digitaler Impfausweis. Allerdings räumt ein Sprecher seitens BMG ein, dass der Nachweis über die Corona-Schutzimpfung später in den digitalen Impfausweis integriert werden kann.

Aktuell arbeitet das Konsortium unter anderem an verschiedenen Schnittstellen, sodass auch andere Scanner den QR-Code auslesen können. Als Beispiel wurde hier die Corona-Warn-App genannt, die wohl als Erstes eine Schnittstelle erhalten soll.

Nächster Schritt

Unsere zertifizierten Sicherheitsexperten beraten Sie zu den Themen aus diesem Artikel — unverbindlich und kostenlos.

Kostenlos · 30 Minuten · Unverbindlich

Artikel teilen

Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
Zertifiziert ISO 27001ISO 9001AZAVBSI

Cookielose Analyse via Matomo (selbst gehostet, kein Tracking-Cookie). Datenschutzerklärung