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Der Inkognito Modus - was kann er, was nicht? - Illustration zu IT-Sicherheitsbewusstsein und Mitarbeiterschulung
Security Awareness

Der Inkognito Modus - was kann er, was nicht?

Der Inkognito Modus verwirft Cookies nach dem Beenden des Browsers. Doch viele Menschen haben höhere Anforderungen. So funktioniert der Modus richtig!

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 21. September 2024 3 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)

TL;DR

Der Inkognito-Modus schützt nicht vor Tracking - er verwirft lediglich Cookies beim Schließen des Browsers. Laut einer Befragung glauben 40 % der Nutzer, ihr Standort bleibe im privaten Modus verborgen, 23 % vertrauen darauf, dass staatliche Stellen sie nicht verfolgen können - beides ist falsch. Internetanbieter, Arbeitgeber und Werbetreibende erfassen Aktivitäten weiterhin, Malware-Schutz bietet der Modus ebenfalls nicht. Google sah sich deshalb einer 5-Milliarden-Dollar-Klage ausgesetzt, weil der Konzern Nutzer auch im privaten Modus trackte. Wer echte Anonymität benötigt, muss auf Werkzeuge wie VPN oder den Tor-Browser zurückgreifen.

Diese Zusammenfassung wurde KI-gestützt erstellt (EU AI Act Art. 52).

Inhaltsverzeichnis (2 Abschnitte)

Der Inkognito Modus gehört in vielen Browsern mittlerweile zum Standard. Beim öffnen neuer Fenster wird gefragt, ob es ein normales oder ein im Inkognito Modus geöffnetes Fenster werden soll. Doch über den Sinn und Unsinn vom Inkognito Modus herrscht Unsicherheit. Der auch als private Modus bezeichnete Zustand verhindert weder Tracking noch Verfolgung. Er erspart aber das Löschen von Cookies.

Geschenk gesucht - Werbung auf dem Gerät der Partnerin oder des Partners!

Wer im Internet nach etwas sucht, der kennt das Phänomen: Im Anschluss erhält man auf Webseiten, in Foren und in Netzwerken unentwegt Werbung zu dem gesuchten Produkt. Was am Anfang des 21. Jahrhunderts bereits gut funktioniert hat wird weiter ausgefeilt. Mittlerweile wird Werbung auf mehreren Geräten, in Apps und teilweise schon auf dem Fernseher präsentiert. Und genau davor kann der private bzw. inkognito Modus schützen bzw. das ganze etwas einschränken: Wenn der Browser geschlossen wird, werden auch alle Cookies verworfen. Das geschieht im normalen Browser nicht ohne Erweiterungen. So schränkt man automatisch die Verwertbarkeit ein. Zwar haben die Werbetreibenden Daten über diese Session, jedoch nicht über die davor und danach. Während der Inkognito Session wird auch nicht auf andere Cookies zugegriffen. Auch Daten auf der Festplatte bleiben von dem privaten Modus unberührt.

Der private Modus ist beliebt für Seiten der Erwachsenenunterhaltung

Die Erwachsenenunterhaltung ist der Elefant im Glaskasten. Diese Seiten machen einen großen Teil des Internet-Traffics aus. Jedoch spricht kaum jemand darüber. Für das Konsumieren dieser Inhalte bzw. den Besuch der Webseite wird oft der Inkognito Modus verwendet. Dabei sind die Daten in Bezug auf diese Inhalte sehr sensibel. Entstehende Daten werden trotzdem geteilt, erfasst und verarbeitet. Folgende Befragung zeigt, dass die Funktionsweise des privaten Modus nicht vollumfänglich bekannt ist:

  • 40% aller Nutzer glauben, dass ihr Standort nicht bestimmt werden kann
  • 27% hoffen, dass sie in diesem Modus vor Malware und Viren geschützt sind
  • 47% denken, dass Lesezeichen in diesem Modus nicht gespeichert werden können
  • 22% glauben, dass der Internet-Provider sie nicht tracken kann
  • 23% sind davon überzeugt, dass staatliche Einrichtungen sie nicht tracken können
  • 37% geben an, dass der Arbeitgeber sie nicht tracken kann

Diese Befragung zeigt, dass bei der Aufklärung von Internettechnologien in der breiten Bevölkerung noch viel zu tun ist. Und auch wenn Google darüber aufklärt wozu der Modus gut ist und welche Aktivitäten nach wie vor sichtbar bleiben, so muss sich der Konzern nun trotzdem einer Milliardenklage stellen.

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
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