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Benutzer Tracking über mehrere Browser hinweg! - Kuenstliche Intelligenz und Cybersicherheit
Security Awareness

Benutzer Tracking über mehrere Browser hinweg!

Die Verwendung mehrerer Browser schützt nicht deine Privatsphäre - es löst sie mehr auf. Benutzer Tracking wird durch mehrere Browser genauer!

Chris Wojzechowski Chris Wojzechowski Geschäftsführender Gesellschafter
Aktualisiert: 13. September 2024 3 Min. Lesezeit
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
Inhaltsverzeichnis (4 Abschnitte)

Wer auf Privatsphäre bedacht ist, für verschiedene Anwendungsszwecke unterschiedliche Browser benutzt, der spielt den Analysediensten in Sachen Benutzer Tracking in die Hände. Forscher der Universität Lehgh aus Pennsylvania haben nun herausgefunden, dass der digitale Fingerbadruck durch die Nutzung von mehreren Browsern verfeinert wird!

Benutzer Tracking und Fingerprinting hat Vor- und Nachteile!

Das Fingerprinting, und erstrecht das Tracking, wird zu Nachteilen der Privatsphäre ausgelegt - was in den meisten Fällen auch richtig ist. Trotzdem gibt es, wie Ars Technica ein Szenario beschreibt, auch einige wenige nützliche Szenarios. Banken könnten z.B. mit einer hohen Rate (bis zu 99,24%) erkennen, ob derjenige der sich einloggen will auch der Besitzer bzw. Eigentümer des Kontos ist. In Zeiten der Zwei-Faktor-Authentifizierung, spätestens bei der Überweisung, jedoch ein zu vernachlässigender Vorteil.

Zahlreiche Features ermöglichen hohe Erkennungsrate und gezieltes Benutzer Tracking!

Die installierten Plugins, benutzte Sprachen, verfügbare Schriften sind u.a. Einstellungen die einen Nutzer identifizierbar machen. Wie genau die einzelnen Methoden sind, haben die Forscher detailliert untersucht und aufgeschlüsselt: Die Umsetzung der einzelnen Features macht Browser und damit Nutzer identifizierbar. (Quelle: arstechnica)

Wie man sich gegen das Benutzer Tracking schützen kann!

Wenn man einen zweiten Browser verwendet, dann sollte man auf den Tor Browser zurückgreifen. Diesen Tipp geben auch die Forscher aus Pennsylvania. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung eines Plugin, welches den Browser Agent mit jedem Start ändert. Damit generiert man zwar Daten - verfälscht diese jedoch. Ein beliebtes Plugin für Firefox ist z.B.: Wer mal überprüfen will wie einzigartig man im Internet unterwegs ist, der kann das von panopticlick überprüfen lassen. Es handelt sich um einen Service vom EFF und wird meinerseits damit als vertrauenswürdig eingestuft! Wer mehr über das Tool erfahren will, kann einen der ersten Berichte vom technique-blog nachlesen.

Meine Meinung zum Benutzer Tracking!

Es ist ein bisschen so wie der Einsatz vom Web of Trust Plugin. Diejenigen, die ihre Privatsphäre durch die Nutzung mehrere Browser schützen wollen, bewirken genau das Gegenteil. Anstatt in der Masse der Einstellungen unterzugehen, verfeinern diese Menschen ihr persönliches Profil - außer sie verwenden den Tor Browser. Meine Empfehlung an der Stelle ist: Als Standardbrowser Firefox in Kombination mit dem Random Agent Spoofer Plugin - als alternativen Browser, den vom Tor Project zur Verfügung gestellten, auf Firefox basierenden Tor Browser, verwenden. Welche Browser verwendet ihr? Benutzt ihr überhaupt mehr als einen Browser? Diskutiert mit im technique Forum!

Weitere Informationen und Quellen

[1] Studie: Forscher können Nutzer über Browser hinweg identifizieren (netzpolitik) [2] Now sites can fingerprint you online eben when you use multiple browsers (arstechnica) [3] (Cross-)Browser Fingerprinting via OS and Hardware Level Features (yinzicao)

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Über den Autor

Chris Wojzechowski
Chris Wojzechowski

Geschäftsführender Gesellschafter

Geschäftsführender Gesellschafter der AWARE7 GmbH mit langjähriger Expertise in Informationssicherheit, Penetrationstesting und IT-Risikomanagement. Absolvent des Masterstudiengangs Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule (if(is), Prof. Norbert Pohlmann). Bestseller-Autor im Wiley-VCH Verlag und Lehrbeauftragter der ASW-Akademie. Einschätzungen zu Cybersecurity und digitaler Souveränität erschienen u.a. in Welt am Sonntag, WDR, Deutschlandfunk und Handelsblatt.

10 Publikationen
  • Einsatz von elektronischer Verschlüsselung - Hemmnisse für die Wirtschaft (2018)
  • Kompass IT-Verschlüsselung - Orientierungshilfen für KMU (2018)
  • IT Security Day 2025 - Live Hacking: KI in der Cybersicherheit (2025)
  • Live Hacking - Credential Stuffing: Finanzrisiken jenseits Ransomware (2025)
  • Keynote: Live Hacking Show - Ein Blick in die Welt der Cyberkriminalität (2025)
  • Analyse von Angriffsflächen bei Shared-Hosting-Anbietern (2024)
  • Gänsehaut garantiert: Die schaurigsten Funde aus dem Leben eines Pentesters (2022)
  • IT Security Zertifizierungen — CISSP, T.I.S.P. & Co (Live-Webinar) (2023)
  • Sicherheitsforum Online-Banking — Live Hacking (2021)
  • Nipster im Netz und das Ende der Kreidezeit (2017)
IT-Grundschutz-Praktiker (TÜV) IT Risk Manager (DGI) § 8a BSIG Prüfverfahrenskompetenz Ausbilderprüfung (IHK)
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